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Nachhaltig Anlegen mit OLZ

OLZ hat im Jahr 2017 entschieden, Nachhaltigkeit (ESG) systematisch in den Anlageprozess zu integrieren. Der Fokus auf Risiko und der Einbezug von Nachhaltigkeitskriterien sind die zwei essentiellen Komponenten unseres Anlagekonzeptes.

Warum ist für uns nachhaltiges Anlegen wichtig?

In nachhaltige Unternehmen zu investieren ist heutzutage kein flüchtiger Trend mehr. Wir sind überzeugt, dass es wichtig ist, beim Anlegen auf Nachhaltigkeitskriterien zu achten. So können wir einen Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaft leisten und für nachfolgende Generationen gute Lebensbedingungen schaffen.

Nachhaltigkeitskriterien lassen sich ohne Renditeeinbusse in unserem Anlageprozess integrieren. Diese Thematik haben wir in unserer Research Note «Minimum Varianz und Nachhaltigkeit: Eine harmonische Beziehung» analysiert.

Wie funktioniert die Integration Nachhaltigkeitskriterien in unserem Anlageprozess?

Wir haben Nachhaltigkeit zweistufig integriert. Im ersten Schritt unseres Anlageprozesses verwenden wir Ausschlusskriterien und investieren nicht in Unternehmen, welche zentrale ESG-Kriterien verletzen. In der nachfolgenden Portfoliooptimierung werden Unternehmen mit tendenziell besserem Nachhaltigkeitsrating bevorzugt. Als Datengrundlage verwenden wir dabei die Nachhaltigkeitsratings von MSCI ESG Research, eines global führenden Datenanbieters im Bereich Nachhaltigkeit
 

Wir verwenden Nachhaltigkeitsratings der Unternehmung MSCI, eines global führenden Datenanbieters im Bereich Nachhaltigkeit, halten uns an die Ausschlussempfehlungen des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK-ASIR) und schliessen Unternehmen aus, welche die UN Global Compact Kriterien nicht erfüllen.

Was beinhaltet Nachhaltigkeit nach ESG?

ESG ist ein Akronym, das sich aus den englischen Begriffen Environment, Social und Governance zusammensetzt. Diese drei Aspekte geben den Rahmen für die Beurteilung der Nachhaltigkeit. 

Environment (Umwelt): 

  • Klimawandel 
  • Nachhaltigkeit 
  • Umweltverschmutzung 
  • Nukleartechnologie 
  • Genveränderte Organismen 

Social (Sozial):

  • Menschenrechte 
  • Diversität 
  • Konsumentenschutz

Governance (Unternehmensführung):

  • Management 
  • Mitarbeitende 
  • Aktionärsrechte

Welche Kriterien sind entscheidend bei der ESG-Integration im OLZ Anlageprozess?

Selektion Anlageuniversum
Unternehmen, welche zentrale Nachhaltigkeitskriterien verletzen, werden ausgeschlossen («Negative Selektion»). Dies beinhaltet:

  • Unternehmen mit tiefsten MSCI ESG-Rating «CCC»
  • Unternehmen mit schwerwiegenden Kontroversen (MSCI Controversy «Red Flag»)
  • Unternehmen, welche die UN Global Compact Prinzipien nicht erfüllen («fail»)
  • Unternehmen auf der Ausschlussliste der SVVK-ASIR

Risikoprognose
Die Einführung von Nachhaltigkeitskriterien führt bei kapitalgewichteten Anlagelösungen und bei diversen Anlagestrategien zu Renditeeinbussen. Nicht so bei unserer Minimum-Risiko-Strategie. Sogenannte «Sin Stocks» - Firmen, die in Branchen wie Alkohol, Tabak, Glücksspiele oder Waffen tätig sind - rentieren im Schnitt besser als der Marktindex. Diese Outperformance lässt sich durch stabilere Cash-Flows, eine höhere Profitabilität und eine tiefere Verschuldung erklären.

Dies sind Eigenschaften, die auch Low-Risiko-Titel aufweisen – mit einem Unterschied: Sie weisen in der Regel ein sehr gutes ESG-Rating auf. Somit können potenzielle Renditeeinbussen in einem ESG-Portfolio durch ein höheres Gewicht von ESG-konformen Firmen wettgemacht werden – ein Vorgehen, das dem Prinzip von Minimum-Risiko entspricht.   

Portfoliooptimierung
Unternehmen mit vergleichsweise besserem MSCI ESG-Rating (Best-in-Class) werden in der Portfoliooptimierung bevorzugt, so dass folgende Restriktionen eingehalten sind:

  • Absoluter Minimum ESG-Score: Das optimierte Portfolio entspricht auf aggregierter Stufe beim Rebalancing einem MSCI ESG-Rating von mindestens A. 
  • Relativer Minimum ESG-Score: Bei einem hohen ESG-Score der Benchmark weist das OLZ Portfolio ein mindestens gleich hoher MSCI ESG-Score auf.   

Welche Beispiele gibt es für die ESG-Auschlusskriterien?

Unternehmen mit einem MSCI ESG-Rating «CCC»

MSCI bewertet Unternehmen bezüglich Nachhaltigkeit mit einem ESG-Score zwischen 0 (sehr tief) und 10 (sehr hoch). Die Datenbasis beinhaltet: Makrodaten, Unternehmensdaten, Datenbanken von Regierungen, Zeitungen, wissenschaftliche Publikationen und News. Die Kennzahlen werden innerhalb der Branchen standardisiert (Best-in-Class Ansatz). Aus dem Scoring leitet sich das MSCI ESG-Rating im Beispiel von «Wells Fargo» wie folgt ab:

Unternehmen mit einem MSCI «Controversy Red Flag»

Ausschluss von Unternehmen, welche in mindestens eine erhebliche Kontroverse in den Bereichen Umwelt, Kunden, Menschenrecht, Arbeitsrechte und Lieferketten und Unternehmensführung verwickelt sind. Im Beispiel "Walmart" ergibt sich folgendes Ergebnis:

Unternehmen mit «fail» betreffend UN Global Compact Prinzipien

Die UN Global Compact Liste ist eine Kooperation von Unternehmen mit den Vereinten Nationen mit dem Zweck, die Globalisierung ökologischer und sozialer zu gestalten. Der Pakt wurde am 31. Januar 1999 von UN-Generalsekretär Kofi Annan im Rahmen des WEF in Davos lanciert. Bis heute haben weltweit über 9’200 Unternehmen die UNGC-Prinzipien unterzeichnet. Der UNGC verfolgt 10 Grundprinzipien:

  • Einhaltung und Förderung der Menschenrechte
  • Sicherstellung, dass keine Menschenrechte verletzt werden
  • Akzeptanz gewerkschaftlichen Engagements und Kollektivverhandlungen
  • Verzicht auf sämtliche Formen der Zwangsarbeit 
  • Mitwirkung bei der Abschaffung von Kinderarbeit
  • Keine Diskriminierung in Bezug auf Beschäftigung und Beruf
  • Aktive Vermeidung von Umweltgefährdungen
  • Förderung eines grösseren Umweltbewusstseins
  • Förderung der Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien
  • Bekämpfung der Korruption (inkl. Erpressung und Bestechung) 

Im Beispiel «Volkswagen» ergibt sich folgendes Ergebnis:  

Unternehmen auf der Ausschlussliste der SVVK-ASIR

Der Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK – ASIR) wurde im Dezember 2015 von bedeutenden institutionellen Investoren gegründet. Der Verein bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen für seine Mitglieder, damit sie im Rahmen ihrer Anlageentscheide die Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft ganzheitlich wahrnehmen können. Folgende Tabelle gibt einen Überblick.





Fragen und Antworten zur Nachhaltigkeit bei OLZ

Werden gewisse Sektoren ausgeschlossen?

Es werden keine Sektoren oder Industrien per se ausgeschlossen. Da wir nicht in Unternehmen investieren, die mit dem tiefsten MSCI ESG-Rating «CCC» bewertet werden, schliessen wir jedoch jene Unternehmen aus, welche innerhalb ihrer Industrie am schlechtesten bezüglich Nachhaltigkeit abschneiden.

In welchen OLZ-Strategien werden ESG-Kriterien berücksichtigt?

In allen unseren Aktien- und Obligationenfonds werden ESG-Kriterien miteinbezogen.

Mich interessiert, wie ein spezifisches Unternehmen von MSCI bzgl. Nachhaltigkeit bewertet wird. Sind diese Informationen öffentlich zugänglich?

MSCI veröffentlich das ESG-Rating und wesentliche ESG-Aspekte für über 2'800 Unternehmen hier.

Kann ich die ESG-Ratings der OLZ-Fonds mit anderen Fonds vergleichen?

MSCI publiziert das ESG-Rating von zahlreichen Anlagefonds und ETFs hier.

Neben MSCI existieren andere Datenanbieter, welche Unternehmen bezüglich Nachhaltigkeit bewerten. Da unterschiedliche Methoden für die Nachhaltigkeitsbewertung vorkommen, können die Resultate zwischen den verschiedenen Anbietern abweichen.

Ich möchte ein Portfolio mit eigenen ESG-Kriterien zusammenstellen. Ist dies mit OLZ möglich?

Für grosse Anlagevolumen ist eine Umsetzung mit individuellen Kriterien – und damit auch mit eigenen ESG-Kriterien – möglich. Die überwiegende Mehrheit unsere Kunden investieren jedoch in die OLZ-Fonds mit vordefinierten ESG-Kriterien.



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