Risiko / Vorsorge
22. November 2023
5 Minuten

Diversifikation hat auch in der privaten Vorsorge Priorität

Das sich dem Ende neigende Anlagejahr 2023 zeigte sich auf den ersten Blick von seiner freundlichen Seite – insbesondere im Vergleich zum Vorjahr. Trotz weiter steigender Zinsen, trüben Konjunkturaussichten und geopolitischen Spannungen, konnten die Aktienmärkte wieder zulegen. Betrachtet man die Marktentwicklung etwas genauer, so zeigt sich, dass die grosse Mehrheit der Aktien keine ganz so grossen Sprünge gemacht haben, wie es die Performance der gängigen Marktindizes suggeriert (z.B. MSCI World +7.9% oder S&P500 +10.7%). Doch woher stammt das satte Plus per Ende Oktober?

Die Grossen werden noch grösser und sorgen für eine Risikoakkumulation im Portfolio

Die diesjährige Performance der globalen, kapitalgewichteten Marktindizes ist bei genauerer Analyse zu einem grossen Teil auf das gute Abschneiden einiger weniger, grosskapitalisierter Titel zurückzuführen. Diese stammen allesamt aus dem US Technologiesektor – namentlich Apple, Microsoft, Meta, Alphabet, Amazon, Nvidia und Tesla. Sie profitierten einerseits vom Boom rund um das Thema «Artificial Intelligence», andererseits erwartete man von ihnen auch eine stabilere Umsatzentwicklung in einem konjunkturellen Abschwung. Vor diesem Hintergrund dominierte «Big Tech» mit seiner grossen Marktkapitalisierung seit Jahresbeginn das Marktgeschehen und wurde durch die überdurchschnittlich gute Performance sogar noch dominanter. Ohnehin wuchs das Gewicht von US-Titeln in den letzten 10 Jahren um 17 Prozentpunkte auf nunmehr 70% - eine massive Konzentration in einem einzigen Wirtschaftsraum und dort in einigen wenigen Titeln und Branchen.

Die 7 grössten Titel des MSCI World Universums machen per 31.10.2023 über 18% des Index aus

Vordergründig ist dies für die Vorsorgesparerinnen und -sparer, die über eine der weit verbreiteten und propagierten, passiven Anlagelösungen am Weltaktienmarkt partizipieren, ein Segen. Konnte doch so das schwache Vorjahr wieder ausgebügelt werden. Aus Gründen einer sinnvollen Diversifikation – also eine Streuung über diverse Länder und viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen – sieht die Situation jedoch etwas anders aus. Die grössten sieben Titel des MSCI World machen mittlerweile 18% des gesamten Index aus. Dies entspricht in etwa dem Gewicht, das Japan, Grossbritannien, Kanada, Frankreich und Australien zusammen einnehmen. Kurz gesagt ein relativ grosses Klumpenrisiko in einigen wenigen Titeln, aber auch im Technologiesektor per se.

Abweichen vom Index kann Risiko reduzieren und Rendite steigern

Für all jene, denen diese Titelkonzentration trotz toller Performance im aktuellen Jahr nicht ganz geheuer ist, gibt es Alternativen zum kapitalgewichteten Index. Wer zudem die Anlagerisiken seiner Altersvorsorge generell gerne möglichst geringhalten möchte, sollte sich dabei besonders risikooptimierte Anlagelösungen wie die von OLZ genauer anschauen.

Mit unserem bewährten Minimum-Risiko-Ansatz lässt sich das Portfoliorisiko systematisch reduzieren und damit sowohl die Wertschwankungen als auch die Maximalverluste während Krisenzeiten verringern. Die verbesserte Diversifikation gegenüber dem Index lässt sich realisieren, ohne dabei die langfristige Rendite zu schmälern. Dabei werden die Risikoeigenschaften für jede einzelne Aktie prognostiziert und ein optimal zusammengesetztes Portfolio daraus abgeleitet.

Stresstest des OLZ Vorsorgefonds mit 100% Aktien in den signifikanten Abwärtsphasen der vergangenen zwei Jahre

Ein im obigen Sinne besser diversifiziertes Portfolio führt automatisch zu einem weniger hohen Gewicht in den «Big Tech» Titeln. Im aktuellen Jahr hätte dies natürlich die Performance geschmälert, 2022 sah es hingegen genau umgekehrt aus. Damals gehörten die diesjährigen Spitzenreiter zu den grössten Verlierern und verdeutlichen damit, was passiert, wenn sich Risiken effektiv materialisieren.

Wer seine private Vorsorge auf ein solides Fundament stellen möchte, sollte daher seine Anlagerisiken bewusst steuern und nicht blind einem Marktindex vertrauen – auch wenn dieses bewusste Reduzieren der gegenwärtigen Überflieger Disziplin und langfristiges Denken erfordert.



OLZ Client Services Front Veronika Hofmann.
Veronika Hofmann, CFA
Senior Client Advisor
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