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Risikobewusst und diszipliniert durch die Krise

Lesedauer 10 Minuten

Während in China langsam wieder die Normalität zurückkehrt, hält der Rest der Welt den Atem an. Ein Staat nach dem anderen fährt herunter: die Wirtschaft, die Mobilität, das soziale Leben. Dauer? Unbekannt.

Eine Wirtschaft auf Sparflamme, und dies während Wochen bis Monaten, dürfte eine deutliche Delle im globalen Wachstumspfad hinterlassen. Nicht umsonst werden nun von staatlicher Seite Konjunkturpakete geschnürt und die letzten noch vorhandenen geldpolitischen Register gezogen.

Die Situation an den Finanzmärkten präsentiert sich im Vergleich zur Vorwoche kaum verändert. Die Kursschwankungen haben ein Niveau erreicht, wie wir es zuletzt in der Finanzkrise 2008 gesehen haben. Die sehr optimistischen Bewertungen von vor 4 Wochen haben sich mittlerweile bei den meisten Firmen in pessimistische Aussichten gewandelt. Die stark gesunkenen Aktienkurse implizieren gar Bewertungen, die davon ausgehen, dass Unternehmen in den nächsten 5-7 Jahren keine Dividendenzahlungen leisten können. Allen voran verlieren zyklische Sektoren wie die Industrie oder das Finanzwesen, während defensive Sektoren auch Einbussen verzeichneten, sich aber vergleichsweise gut halten konnten.

In diesem Marktumfeld konnten sich die OLZ Aktienstrategien systematisch besser halten. Die optimierte Titelselektion und die defensivere Sektorenallokation führten zu einer Abfederung der Verluste.

Die Flucht in den «sicheren Hafen» hat auch in den letzten Tagen angehalten. Die Beimischung von Obligationen mit höchster Qualität zahlte sich in dieser markanten und schnellen Korrektur aus. Die Anleihen legten zu oder blieben zumindest stabil und wirkten wie ein Airbag für das Gesamtportfolio.

Es zeigte sich in den vergangenen Wochen wieder einmal deutlich, wie wichtig eine effektive Diversifikation und ein striktes Risikomanagement sind. Die OLZ Aktien- und Obligationenbausteine konnten die an sie gestellten Erwartungen erfüllen und damit zu etwas Stabilität im Portfolio beitragen. Verglichen mit dem Marktdurchschnitt, half unser risikobasierter Ansatz die Verluste einzugrenzen.

Wenn Aktienmärkte mehr als 30% verlieren, denken einzelne Anleger vielleicht auch über eine Anpassung der Anlagestrategie nach. Als Spezialist für risikobewusste Anlagelösungen haben wir bei der OLZ in unserer bald 20-jährigen Geschichte bereits ähnliche Krisensituationen erlebt. Diese Erfahrung lehrte uns, dass zentrale Punkte bei der Festlegung der Anlagestrategie in einem strukturierten und sachlichen Rahmen evaluiert werden müssen. Folgende Fragen können dabei als Leitfaden dienen:

  1. Hat sich meine Risikofähigkeit verändert? Die Risikofähigkeit ist davon abhängig, ob sich die persönliche finanzielle Situation verändert hat. Wichtig: Die Risikofähigkeit hängt nicht davon ab, in welche Richtung sich die Aktienmärkte zur Zeit gerade bewegen.
  2. Hat sich in der letzten Zeit insbesondere mein Anlagehorizont verändert? Wer einen Teil des Vermögens in Aktien hält, muss die langfristige Perspektive im Auge behalten. In dieser wird es immer wieder kleinere und grössere Schwankungen des Portfoliowertes geben.
  3. Hat sich meine Risikobereitschaft verändert? Bei stark schwankenden Märkten verstärkt sich die Risikoaversion der Anleger und ihr Verhalten wird zunehmend pro-zyklisch. Dies ist definitiv kein guter Ratgeber für ad-hoc Anpassungen der Anlagestrategie.

Wenn Sie alle Fragen mit «Nein» beantwortet haben, empfehlen wir Ihnen, Ruhe zu bewahren und konsequent Ihre Anlagestrategie zu verfolgen. Im Rahmen des OLZ Mandates gewährleisten wir eine disziplinierte Umsetzung. Ansonsten stehen wir Ihnen gerne (telefonisch) zur Verfügung, um allfällige Fragen und zentrale Punkte Ihrer Strategie zu evaluieren.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Umfeld alles Gute und bleiben Sie gesund!

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