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Minimum Risiko im Q1 2022 – ein Anschauungsbeispiel

Lesedauer 5 Minuten

Das Jahr 2022 startete turbulent. Inflation, steigende Zinsen, Krieg auf europäischem Boden – Themen, die in Vergessenheit geraten sind, dominierten plötzlich wieder die Schlagzeilen. Die Finanzmärkte reagierten entsprechend nervös auf die gestiegene Unsicherheit und mussten deutliche Kursverluste hinnehmen. Gegen Ende des 1. Quartals setzte dann eine starke Gegenbewegung ein, die das Gesamtbild wieder etwas aufzuhellen vermochte. Wir nehmen diese ersten drei Monate des Jahres zum Anlass, die Funktionsweise der OLZ Minimum Risiko Strategie anhand der aktuellen Geschehnisse exemplarisch zu skizzieren.

Marktperformance und Marktrisikoveränderung als Performancetreiber

In unserem Blogbeitrag «Die Performance ist abhängig vom Marktregime» beleuchteten wir, wie Marktrendite und Marktrisikoveränderung die relative Performance unserer risikobasierten Aktienfonds beeinflussen. Zur kurzen Rekapitulation: Während sinkende Kurse und steigende Volatilität für unseren Ansatz von Vorteil sind, bringen stark positive Märkte und sinkende Volatilität tendenziell einen Rückstand auf die kapitalgewichtete Benchmark mit sich.

Ein Quartal der Extreme

Im 1. Quartal 2022 konnten wir, dicht aufeinanderfolgend beide Extreme beobachten. Betrachten wir dazu für die Marktrendite den MSCI World ex CH Index und, als Proxy für das Marktrisiko, den VIX Index (bildet die erwartete Schwankungsbreite des S&P 500 Index ab). Der Marktindex büsste bis zum 8. März rund 11.5% ein. Gleichzeitig legte der VIX Index deutlich zu. Das Marktrisiko hat sich seit Anfang Jahr praktisch verdoppelt. In dieser Phase profitierte unser Fonds OLZ Equity World ex CH Optimized ESG von seiner defensiveren Ausrichtung und der risikooptimierten Titelselektion. So konnte er den Verlust stark reduzieren und lag über 7% vor dem Vergleichsindex.

In der zweiten Märzhälfte ging es dann in die andere Richtung. Der Index gewann bis Ende Monat 8%, während die Volatilität deutlich nachliess. In einer Phase, in der riskantere Titel wieder gesuchter sind, konnte unsere Strategie nicht mit der kapitalgewichteten Benchmark mithalten und gab einen Teil der zuvor aufgebauten Outperformance wieder preis. Im Gegensatz zum Index, konnte sich unser Fonds im turbulenten Q1 in der Endabrechnung praktisch schadlos halten und die an ihn gestellten Ansprüche erfüllen: Verluste und Wertschwankungen reduzieren.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

In Phasen erhöhter Unsicherheit bietet sich eine Strategie mit bewusster Risikosteuerung natürlich an. So kann, ohne die Aktienquote zu senken und alternative Anlageklassen zu suchen, das Portfoliorisiko signifikant gesenkt werden. Machen OLZ Fonds also nur in turbulenten Zeiten Sinn? Keineswegs! Statt das Portfoliorisiko im Vergleich zu einer passiven Umsetzung zu reduzieren, kann bei gleichem Risiko auch die Aktienquote erhöht werden. Eine grössere Aktienquote verspricht langfristig eine höhere Rendite und sorgt so für eine optimalere Ausnutzung des individuellen Risikobudgets.

Der Schlüssel liegt nicht in der absoluten, sondern in der risikoadjustierten Rendite. Sprich: wie viel Rendite bekomme ich für das Risiko, das ich eingehe? Dieses Verhältnis wird aus bedingungslosem Streben nach Performance häufig vernachlässigt, ist aber für den langfristigen Anlageerfolg absolut zentral und sollte entsprechend in der Portfoliokonstruktion berücksichtigt werden.

OLZ Business Delevopment Sascha Liniger

Sascha Liniger

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