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Eine «saubere» Rendite kommt nicht von allein

Lesedauer 10 Minuten
«Pecunia non olet» (Geld stinkt nicht), lautet eine berühmte lateinische Redewendung. Und die Rendite? Um eine «saubere» bzw. nachhaltige Rendite zu erzielen, müssen die Anleger aktiv werden. Wir klären wichtige Fragen zum Thema Nachhaltigkeit und bieten selber eine Lösung. Seit 2017 sind alle OLZ Fonds nachhaltig.

Warum ist nachhaltiges Anlegen plötzlich im Trend?

Seit 2007 hat sich die Summe der nachhaltig verwalteten Vermögen in der Schweiz von 32.8 Mrd. auf 390.6 Mrd. Schweizer Franken mehr als verzehnfacht (Swiss Sustainable Finance Marktstudie 2018). Das starke derzeitige Wachstum geht eindeutig von den institutionellen Anlegern, also von Pensionskassen und Versicherungen, aus. Die einen agieren aus eigener Überzeu-gung, andere auf Druck von aussen: Umweltorganisationen, Medien, Politik und immer mehr auch die Versicherten selber verlangen, dass die Vorsorgeeinrichtungen einen aktiven Beitrag zu einer ökologisch und gesellschaftlich verträglichen Wirtschaft leisten – ein Anspruch, den auch immer mehr Privatanleger an ihr Portfolio stellen.

Seit 2007 haben sich nachhaltige Anlagen in der Schweiz mehr als verzehnfacht.

Was heisst eigentlich nachhaltig Anlegen?

Eine wesentliche Herausforderung ist, dass es keine weltweit gültige Definition von Nachhaltigkeit gibt – regionale und kulturelle Unterschiede spielen immer auch eine gewisse Rolle. Es gibt jedoch einen gemeinsamen Nenner von «ESG» Kriterien (ESG engl. für Environmental, Social, Governance) für die Bereiche Umwelt, Soziale Gerechtigkeit und Führungsstrukturen. OLZ verwendet die Daten und das Research von MSCI, was eine globale Abdeckung sicherstellt. Das MSCI ESG-Rating für Aktien und Obligationen ist die Grundlage zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Anlageprozess.

Sorgt der Markt für eine «saubere» Rendite?

Wenn dem so wäre, bräuchte es keine speziell nachhaltigen Anlageprodukte. Leider sorgt der Markt allein nicht für eine «saubere» Rendite. Das heisst: er unterscheidet nicht zwischen nachhaltigen oder weniger nachhaltigen Anlagen. Aktien von Unternehmen, die grundlegende Nachhaltigkeitskriterien nicht erfüllen, werden nicht systematisch mit einem Kursabschlag und mit einer tieferen Rendite bestraft. Somit führt nachhaltiges Anlegen auch nicht, wie von der Finanzindustrie gerne versprochen wird, automatisch zu einer höheren Rendite.


Nachhaltiges Anlegen führt nicht, wie von der Finanzindustrie gerne versprochen wird, automatisch zu einer höheren Rendite.

Geht Nachhaltigkeit sogar auf Kosten der Rendite?

Das kann zutreffen, wenn Nachhaltigkeit mit einem passiven Anlagestil kombiniert wird und lediglich die «Bösewichte» vom Indexportfolio ausgeschlossen werden. Damit wird das Anlageuniversum eingeschränkt, ohne dafür vom Markt mit einer Renditeprämie belohnt zu werden. Ein simples Ausschlussverfahren (negative Selektion) kostet langfristig Rendite, insbesondere weil viele der ausgeschlossenen Firmen langfristig besser rentieren als der Markt. Das belegt das Beispiel der sündenhaften Unternehmen: Es gibt weit zurückgehende Datenreihen von US-Firmen, die in gesellschaftlich wenig nachhaltigen Branchen wie in der Alkohol- oder Tabakherstellung tätig sind und die Marktrendite systematisch übertreffen. Erst seit kurzem hat die Finanzwissenschaft herausgefunden, warum das so ist.

Warum rentieren «Sin Stocks» besser als der Markt?

Die Antwort ist «Good News» für nachhaltige Anleger: Die sündenhaften Unternehmen rentieren nicht deshalb besser als der Markt, weil sie sich um ökologische oder gesellschaftliche Standards foutieren, sondern weil es sich um besonders profitable Unternehmen handelt, die einen stabilen Cash-Flow, eine hohe Profitabilität und eine tiefe Verschuldung ausweisen. Diese Eigenschaften treffen zwar auf die «Sündenaktien» (Sin Stocks) zu, aber sie sind diesen weder vorbehalten, noch schliessen sie Nachhaltigkeit grundsätzlich aus.

Ein gutes Gewissen und eine bessere Rendite – wie geht das zusammen?

Ein gleichwertiges Resultat lässt sich auch mit einem guten Gewissen erzielen, indem Nachhaltigkeitskriterien mit einer aktiven Anlagestrategie kombiniert werden, die genau auf diese Eigenschaften fokussiert. Dies trifft vor allem für den Anlagestil Minimum-Risiko (Minimum Varianz) zu. Firmen, deren Aktienpreis nur wenig schwankt, sind häufig auch umsichtig geführt, ohne gegen wesentliche ökologische oder gesellschaftliche Standards zu verstossen. Nachhaltigkeit lässt sich sehr gut mit dem aktiven Minimum-Risiko-Anlagekonzept, wie es OLZ verfolgt, umsetzen. Seit 2017 sind strikte Nachhaltigkeitskriterien in allen OLZ-Fonds integriert und liefern die Bestätigung: Eine «saubere» bzw. nachhaltige Rendite ist ohne Renditeeinbusse möglich. Das Risiko-Rendite Profil der OLZ Fonds hat sich trotz Integration von Nachhaltigkeitskriterien nicht verändert.

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