Marktgeschehen
09. Juli 2024
5 Minuten

Wachstumsorientierte Indexschwergewichte spielen wieder die erste Geige

Gab es zu Jahresbeginn noch Anzeichen, dass die Aktienmarktperformance zunehmend an Breite gewinnt, bog man im Verlauf des 2. Quartals wieder auf altbekannte Pfade ab.

Sascha Liniger

Die technologielastigen US Indexschwergewichte gaben erneut den Ton an, während der grosse Rest bestenfalls auf der Stelle trat. Dies trotz der Tatsache, dass Zinssenkungen seitens der US Notenbank einmal mehr auf die lange Bank geschoben wurden – zu resilient präsentiert sich aktuell die amerikanische Konjunktur. Diesseits des Atlantiks haben die Leitzinssenkungen bereits begonnen. Nach dem Vorpreschen der Schweizerischen Nationalbank im Q1 (und einem erneuten Zinsschritt im Q2), folgte nun auch die EZB. Die konjunkturell schwächere Lage in Europa gab ihr den nötigen Spielraum dazu.

Weiterhin rückläufige Volatilität und positive Aktienmärkte in Kombination mit einer Outperformance von «Big Tech» sorgte bei unseren risikooptimierten und auf Diversifikation bedachten Aktienstrategien für Gegenwind. Defensiven Titeln und Sektoren wurde im 2. Quartal kaum Beachtung geschenkt. Entsprechend lagen unsere Fonds in allen Anlageuniversen hinter dem jeweiligen Vergleichsindex zurück. Am deutlichsten fiel die Underperformance in China aus. Der chinesische Aktienmarkt konnte sich seit Anfang Jahr deutlich erholen und legte auch im Q2 sehr stark zu. Am geringsten fiel die Underperformance bei unseren Schweizer Aktienfonds aus.

Der vor einem guten halben Jahr lancierte OLZ Equity World Dynamic 0-100, der seine Aktienquote dem aktuellen Risikoumfeld anpasst, war auch im 2. Quartal vollständig in Aktien investiert. Dies ist auch ein Indiz dafür, dass momentan die Marktrisikoindikatoren auf sehr tiefem Niveau verharren und sich die Weltaktienmärkte in einem klar positiven Trend befinden.

An den globalen Obligationenmärkten konnten wir im Q2 grösstenteils einen leichten Anstieg des Zinsniveaus beobachten, was in der Endabrechnung für eine negative Performance sorgte. Am deutlichsten fiel dieser in Australien und (man staune) Japan aus, am geringsten in Kanada und in den USA. In der Summe führten diese Bewegungen bei unserem Staatsanleihenfonds mit längerer Duration (Long Term) zu einer Outperformance, während der Fonds mit mittleren Laufzeiten leicht hinter den Index zurückfiel. In der Schweiz gaben die Zinsen, SNB sei Dank, etwas nach. Aufgrund der im Benchmarkvergleich kürzeren Duration unseres Bond CHF Fonds, lag dieser in der Quartalsabrechnung zwar im Plus, aber hinter dem Marktindex zurück.

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