Risiko
27. Februar 2024
5 Minuten

Reduzieren Sie die Klumpenrisiken im Schweizer Aktienmarkt

Die «magnificent-Seven», sprich die US-Technologiegiganten wie Apple, Microsoft und co, landeten in den vergangenen Jahren immer wieder in den Schlagzeilen. Sie dominierten durch ihre schiere Grösse die Kursentwicklung vieler kapitalgewichteter Indizes und sorgten wie 2023 für ein sattes Plus. Im Schweizer Aktienmarkt ist ähnliches zu beobachten und dient als Anschauungsbeispiel, dass ein kopflastiger Index auch mal kippen kann.

Sascha Liniger

Der SPI – ein Index mit Kopflastigkeit

Konträr zum amerikanischen Aktienmarkt sind es in der Schweiz nicht Titel aus dem dynamischen Technologiesektor, die dem Markt den Stempel aufdrücken, sondern drei Schwergewichte aus dem behäbigeren Nahrungsmittel- und Gesundheitsbereich. Jeder kennt sie: Nestlé, Novartis und Roche. Zusammen repräsentieren sie per 31.12.2023 knapp 45% des Swiss Performance Index (SPI). Konstruktionsbedingt haben bei einem kapitalgewichteten Index Firmen mit grosser Marktkapitalisierung (Large Caps) im Vergleich zu den Small und Mid Caps ein verhältnismässig grosses Gewicht. Im Falle des SPI (insgesamt 219 Titel) hat das Segment der Large Caps einen Marktanteil von 81%, umfasst aber nur gerade einmal 20 Unternehmen – über die Hälfte dieses Anteils machen dabei die «Big-3» aus.

81% des Gewichts auf 20 Large Caps konzentriert bei insgesamt 219 Unternehmen im Index.

Wie war das schon wieder mit der Diversifikation?

Über Sinn und Unsinn einer Indexmethodologie lässt sich bekanntlich immer streiten. Dass für viele Anleger der SPI das Referenzmass und meist auch gleich noch die umgesetzte, passive Anlagelösung für das Schweizer Aktienuniversum darstellt, erstaunt jedoch. Bei der Zusammensetzung eines Portfolios sollte ja eigentlich die Diversifikation an erster Stelle stehen – also das Prinzip «nicht alle Eier in den gleichen Korb legen». Wer passiv in den SPI investiert macht aber ziemlich genau das und fährt nicht nur in den «Big-3» ein sehr grosses Klumpenrisiko, sondern hat auch im Gesundheitssektor sowie generell in den grössten Unternehmen Konzentrationsrisiken.

Während die defensive Charakteristik der drei Indexschwergewichte phasenweise für Stabilität im SPI sorgte, manifestierte sich jedoch über längere Frist und auch wieder im vergangenen Jahr das grosse Einzeltitelrisiko. Nestlé und Roche enttäuschten aufgrund unternehmensspezifischer Umstände im ansonsten eigentlich positiven 2023 und zogen damit den Index deutlich runter. Umso besser beraten war, wer sein Geld solid diversifiziert hatte.

Performancevergleich: Indexschwergewichte vs. SPI und SMI Mid Cap (SMIM) Index

Empfehlung Nr. 1 – Die Abkehr vom Index!

Wer sein Portfolio besser diversifizieren möchte, dem bleibt nur ein konsequentes Abweichen vom kapitalgewichteten SPI übrig. Dies kann natürlich in unterschiedliche Richtungen geschehen. Da wir bei OLZ das Anlagerisiko stets ins Zentrum unserer Investitionsentscheidungen setzen, ist für uns ein risikooptimiertes Aktienportfolio der richtige Weg, um langfristig Erfolg zu haben.

Dies setzen wir in unserem Fonds OLZ Equity Switzerland Optimized ESG seit über 12 Jahren um. Mit dem OLZ Minimum Risiko Ansatz resultiert ein Portfolio, das die Volatilität und die Konzentrationsrisiken systematisch reduziert und damit gerade in Stressphasen für eine robustere Portfolioentwicklung sorgt, ohne dabei die langfristige Rendite zu schmälern. Im Gegenteil: Da Small und Mid Caps langfristig sogar besser als Large Caps abschneiden, profitiert unser Fonds mit seinem Übergewicht in kleiner und mittler kapitalisierten Titeln sogar noch von der sog. «Size» Risikoprämie.

Im vergangenen Jahr hat sich dieser disziplinierte Ansatz denn auch bewährt. Der Fonds konnte 2023, u.a. dank der Untergewichtung von Nestlé und Roche, mit über 2% Vorsprung auf den SPI und einem Plus von 8.21% abschliessen. Dass die Strategie auch langfristig funktioniert, zeigt eine Outperformance seit Fondslancierung (Dez. 2010) von 0.66% p.a. gegenüber dem SPI. Dies wohlbemerkt mit systematisch tieferer Volatilität.

Empfehlung Nr. 2 – Beimischung von Small & Mid Caps

Ist die Abkehr vom SPI etwas zu extrem, eine aktive Anlagelösung möglicherweise zu teuer? Dennoch macht Ihnen die Dominanz der Large Caps Sorgen? Eine mögliche Lösung ist die Beimischung von Small & Mid Caps zur passiven Umsetzung, um das Exposure gegenüber den Indexschwergewichten zu reduzieren. Sie möchten dies aber ohne die zusätzliche Volatilität, die mit diesem Marktsegment einhergeht? Dann haben wir seit Dezember 2022 mit dem OLZ Equity Switzerland Small & Mid Cap Optimized ESG das passende Produkt für Sie. Im 2023 lag es mit einer Performance von +8.40% ebenfalls deutlich vor dem Index. Auch hier reduziert die OLZ-Risikooptimierung systematisch das Anlagerisiko – gar so weit, dass es im historischen Schnitt nur knapp über dem des SPI lag.

Egal ob in der kleinen Schweiz oder im grossen Amerika – egal ob Nestlé und Roche oder Apple und Tesla: Gewisse Grundprinzipien des Investierens sollte man besser im Hinterkopf behalten. Bei OLZ stehen sie seit jeher im Mittelpunkt.

Wir freuen uns immer, mit Ihnen zu sprechen.

Eine nachhaltige Bindung mit unseren Kunden ist uns mehr wert, als der kurzfristige Erfolg. Treten Sie mit uns in Kontakt, wie freuen uns. Oder kontaktieren Sie uns direkt: