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Rückblick: OLZ Dialog 2019

Fachanlass für Private

Veranstaltung vom 18. November 2019 im Hotel Bellevue Palace, Bern 150 Gäste

«Smart Invest» wirkt bei tiefen Zinsen

Mit den tiefen Zinsen ist es wie mit dem Wetter. Man kann darüber klagen, aber ändern lässt es sich nicht. Am dritten OLZ Dialog 2019 lernten die Anlegerinnen und Anleger, wie sie ihr Anlageziel trotzdem erreichen können.

Was zeichnet einen guten Vermögensverwalter aus? Was verschreibt er gegen tiefe Zinsen? Der Arzt und Komiker Fabian Unteregger war am dritten OLZ Dialog im Hotel Bellevue in Bern als Moderator im Einsatz. Das Diagnostizieren überliess er aber den Finanzexperten – auch wenn es da durchaus einige Parallelen zur Medizin gäbe. In beiden Metiers nämlich kommt es immer wieder vor, dass Mittel verschrieben werden, nicht, weil sie nützen, sondern weil sie lukrativ sind. «Die OLZ wurde vor 18 Jahren gegründet, weil wir es besser machen wollten» erinnerte Philipp Bregy, Partner und Leiter Kundenberatung der OLZ.

Zweitmeinungen etablieren

Man würde ja meinen, dass Transparenz mittlerweile Standard in der Finanzindustrie ist. Die Digitalisierung erleichtert Vergleiche und die dauerhaft tiefen Zinsen zwingen die Anlegerinnen und Anleger ja fast dazu, genauer auf die Kosten zu achten. «Leider ist das nicht der Fall» bedauert Patrick Müller. Er hat, zusammen mit UBS-Ex-Chefökonom Klaus Wellershoff, die Beratungsfirma ZWEI Wealth AG gegründet. Die Firma will mit unabhängigen Zweitmeinungen – genauso wie in der Medizin – die Anlegerinnen und Anleger vor nutzlosen und teuren «Behandlungen» bewahren. Müller und Wellershoff kritisieren die nach wie vor fehlende Kostentransparenz. Viele Gebühren, wie z.B. von Währungstransaktionen, sind im Produkt versteckt. Müller hält fest: «Eine gute Vermögensverwaltung darf – wie jedes gute Handwerk – etwas kosten». Aber die Kundinnen und Kunden sollten auch auf die Qualität achten. Im Schnitt lande nur gerade ein Drittel der möglichen Erträge beim Kunden, zwei Drittel beim Anbieter: Einerseits wegen der hohen Gebühren, aber auch, weil die Ergebnisse ungenügend sind.  

Eine stabile Mannschaft

Wäre das Geld gar im Tresor besser aufgehoben? Denn wenig deutet darauf hin, dass es mit den Negativzinsen bald vorüber sein könnte. Da gebe es bessere Lösungen, findet OLZ-CEO und Mitgründer Pius Zgraggen. Ebenso wenig empfiehlt er, auf erstklassige Anleihen zu verzichten, trotz negativer Rendite. «Anleihen haben eine wichtige stabilisierende Funktion im Portfolio» erklärte Zgraggen. Also etwa wie der Verteidiger im Fussball, der wichtig ist für die Mannschaft, obwohl er selbst kaum Tore erzielt. «Sinken die Aktienpreise, steigt dafür der Wert erstklassiger Anleihen.» Die Anleihen bilden also das Fundament, und je stabiler dieses ist, desto höher kann die Aktienquote gewählt – und entsprechend Rendite erzielt – werden. Zum Handwerk der OLZ gehört auch, die Zusammensetzung des Aktienteils zu optimieren: Die gezielte Auswahl und optimierte Gewichtung der einzelnen Aktien resultiert in einem Aktienportfolio mit weniger Risiko und mehr Rendite (Minimum-Risiko-Optimierung) als der Marktindex. Die OLZ Privatkunden können dadurch ihrem Risikoprofil entsprechend eine möglichst hohe Aktienquote halten, ohne das Verlustrisiko zu erhöhen. Entsprechend können sie auch eine höhere Rendite erzielen. Zgraggen resümiert: «Bei gleichem Risiko mehr Rendite - das ist es, was OLZ unter ‚Smart Invest‘ versteht».

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