Zu Jahresbeginn dominierte zunächst die Meldung über die Entführung des venezolanischen Machthabers Maduro durch die USA die Schlagzeilen. An den Finanzmärkten blieb dieses Ereignis jedoch ohne unmittelbare Auswirkungen. Viele Aktienindizes erreichten in den ersten Wochen neue Höchststände. Für erste Unruhe sorgte die Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und Europa im Zusammenhang mit amerikanischen Machtansprüchen auf Grönland, begleitet von neuen Zolldrohungen. Zusätzlich rückte die Geldpolitik in den Fokus, als Donald Trump mit Kevin Warsh den designierten Nachfolger von Fed-Präsident Jerome Powell nominierte. Die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik wurde von den Märkten zwar zunächst positiv aufgenommen, führte jedoch zu einer Korrektur beim zuvor stark gestiegenen Goldpreis.
Nach dem insgesamt noch soliden Jahresauftakt gerieten die Märkte im Februar zunehmend unter Druck. Insbesondere der in den vergangenen Monaten dominierende Hype um künstliche Intelligenz verlor an Dynamik. Wachsende Zweifel, ob sich die hohen Investitionen in die neue Technologie langfristig auszahlen, sowie die Sorge, dass künstliche Intelligenz bestehende Geschäftsmodelle – insbesondere im Softwarebereich – verdrängen könnte, führten zu einer Rotation aus Technologietiteln.
Die entscheidende Zäsur erfolgte Ende Februar mit der Eskalation des Nahostkonflikts. Der Krieg führte zu einem starken Anstieg der Energiepreise aufgrund der Blockade der Strasse von Hormus, durch die vor Ausbruch des Konflikts rund 20% des global gehandelten Rohöls transportiert wurden. Zudem beeinträchtigten wiederholte Angriffe auf Förderanlagen und Energieinfrastruktur die Produktionskapazitäten erheblich. In diesem Umfeld verloren im März nahezu alle Anlageklassen an Wert. Besonders betroffen waren jene Märkte, die stark von Energieimporten aus der Region abhängen. Schwellenländeraktien gerieten ebenso unter Druck wie europäische und japanische Titel, während US-Aktien nur moderate Verluste verzeichneten. Dies ist unter anderem auf die geringere Abhängigkeit der USA von Energieimporten zurückzuführen. Auch der Goldpreis gab im März nach, belastet durch steigende Zinsen und Gewinnmitnahmen nach einer historischen Rally.
Auf Quartalssicht zeigte sich insgesamt eine Neubewertung der Risiken. US-Aktien schnitten mit einem Minus von 3.68% am schwächsten ab, der MSCI Europe verzeichnete einen Rückgang von 1.87% und der Schweizer Aktienmarkt schloss nach zwischenzeitlichen Höchstständen mit -2.11%. Japanische Aktien erzielten hingegen ein Plus von 2.50%, und auch die Schwellenländer hielten sich mit +0.80% leicht im positiven Bereich. Globale Growth-Aktien verloren 7.56%, während Value-Titel (+2.16%) und Low-Risk-Aktien (+1.03%) profitieren konnten. Gold verzeichnete trotz zwischenzeitlicher Korrekturen einen Quartalsanstieg von 8.36%, während Öl mit einem Plus von 85.43% mit Abstand am stärksten zulegte.