Hohe Bewertungen verringern die erwartete Rendite
Im Kontext dieser hohen Bewertungen stellt sich die Frage, ob die Preise weiter steigen können und sich weiter von deren fundamentaler Bewertung entfernen werden. Naturgemäss sinkt mit der hohen Bewertung die erwartete Rendite.
In der akademischen Forschung wurde dieser Zusammenhang in einer Vielzahl von Veröffentlichungen empirisch nachgewiesen. Eines der bekanntesten Papiere hierzu wurde von Campbell und Shiller (1998)* verfasst und zeigt auf, dass die Beziehung zwischen der aktuellen Bewertung und der künftigen 10-Jahres-Rendite linear fallend ist.
Um nachzuvollziehen, wie sich die OLZ-Risikooptimierung zur Bewertung des MSCI World verhält, haben wir analog zur Methodik von Campbell und Shiller die Bewertung des MSCI Worlds in Zusammenhang mit der künftigen 10 Jahres-Rendite des MSCI Worlds sowie des auf Risikoreduktion ausgerichteten OLZ Equity World Optimized Fonds untersucht.
Unsere Analyse bestätigt den negativen Zusammenhang zwischen der Bewertung des MSCI Worlds und der künftigen erwarteten Rendite des MSCI Worlds. In Bezug auf die Performance des OLZ-Fonds kann zudem eine interessante Feststellung gemacht werden: Unabhängig von der Bewertung des MSCI Worlds, ist die Performance über 10 Jahre stets positiv. Dabei schwankt die annualisierte Rendite über 10 Jahre zwischen 0.4% und 11.2% für den risikooptimierten OLZ-Fonds, während der MSCI World zwischen -5.9% und 13.6% rentiert. Damit ist klar: Anleger verdienen im besten Fall mit dem MSCI World ca. 2.4% p.a. mehr als mit dem OLZ-Fonds, können aber auch über 10 Jahre durchschnittlich -5.9% pro Jahr verlieren.